Rettet die RDBMS, oder DSGVO: Initiative zur Rettung veralteter Technologien

Mittlerweile sind es Projekte bei drei verschiedenen Kunden, in denen ich massiv mit den Folgen der DSGVO für Entwicklung und Betrieb von IT-Systemen konfrontiert wurde.

Der positive Aspekt, dass generell nicht mehr so sorglos mit den persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern umgegangen wurde, war durchaus sichtbar.

Die negativen Aspekte waren eine Zementierung der vorhandenen und veralteten Strukturen und die Behinderung neuer Technologien. So wurde z.B. die Datenhaltung in einer Lambda-Architektur von sämtlichen personenbezogenen Daten bereinigt, was den Wert des Systems deutlich verringerte. Dabei hätte man annehmen können, dass die Verarbeitung der Daten im Interesse der Kunden gewesen wäre, deren Daten dort gespeichert wurden.

Als eine weitere Konsequenz wurde das veraltete RDBMS-System nicht abgelöst, sondern neben dem “kastrierten” Neusystem weiterbetrieben. Zum Preis deutlich erhöhter Betriebskosten

An anderer Stelle wurde mit Verweis auf die DSGVO das Testen eines Systems mit Echtdaten verboten – selbst nach Hinweis auf das nachträgliche Löschen der Daten nach den unter Aufsicht durchgeführten Tests führten nicht zu einem Umdenken der Compliance-Verantwortlichen. Die Tests wurden also mit künstlich generierten Testdaten durchgeführt. Dies führte am Ende zur fehlerhaften Verarbeitung der Daten im Produktivsystem und entsprechenden Verlusten kam.

E sieht also so aus. als würde es sich bei der DSGVO um ein Programm zum Schutz europäischer Unternehmen vor zu viel Fortschritt und Digitalisierung handeln.

Author: dibcon

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